Wenn ich so zurückblicke, dann waren meine ersten Schreibversuche kläglich. Ohne Konzept, nur mit einer Idee bewaffnet. Das konnte nur zu nichts führen.
Nach langer Zeit des Nichtschaffens kehrte ich zu diesen Wurzeln zurück: Ohne Konzept, nur mit einer Idee bewaffnet. Doch heute helfen mir die Lebenserfahrung und offene Augen und Ohren für die Geschehnisse um mich herum.
Mein Motto beim Schreiben: Eine Geschichte darf nicht zu schnell sein. Daher nehme ich mir Zeit, mag die Details und das Beschreiben bis ins Letzte einer Szene.
Das schärft Blick und Sprache.
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"Explosion"
Im Grunde ist es recht gemütlich hier. Ein sauberes Bett, weiße Laken, ein geräumiges helles Zimmer. Von rechts kommt das Sommerlicht hinein, nachdem es über den grünen Garten mit seinen halbhohen Bäumen und kleinen Sträucher hinweg gestrichen ist. Durch die metallenen Stäbe vor dem Glas kann ich hier und da Menschen durch den Garten streifen sehen.
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"Die Küche"
Als er so an dem Tisch in der Küche saß, die eingetaucht in das warme Sommerabendlicht den Rahmen gab für das was kommen sollte, hatte er vor sich den dampfenden Kaffee in geblümter Tasse auf weißem Unterteller, daneben den Löffel mit dem trocknenden Rest von Kaffee vom Umrühren, um die braune Flüssigkeit mit der Milch zu vermischen.
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"Oktoberfest"
Die vergangenen Tage waren vom Aufbau des Karussells bestimmt gewesen. Es war der gleiche Platz wie schon seit Jahren, auf dem die Berg-und-Tal-Bahn sich breit machte. Erst das Fundament, dann die Schienen, die Fahrzeuge, dann die Seitenteile, die bunten Lämpchen und Lichter und schließlich auch das Kassenhäuschen. Hier saß Timo nun und wartete auf die Fahrgäste.
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"Supermann" - Fragment
In das Schwarz der Fläche mischten sich gelbe, orangefarbene, weiße Punkte. Ein Flimmern, nicht möglich, seine Details zu erkennen, den wimmelnden Punkten zu folgen, sie zu orten, ihnen Struktur zu geben, auch wenn sie ihre eigene Struktur hatten, sich nach einer Ordnung bewegten, diese Ordnung doch nicht erkennbar war und sie sich so der Verfolgung durch die Pupillen entzogen.
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"Ein Weihnachtsmann in Nöten"
Mit lautem Krachen schlug der Schlitten mitten auf dem Platz auf, hüpfte einen Meter hoch, schlug erneut auf, wobei der Rahmen endgültig brach und sich in vielen Bruchstücken verteilte. Die Rentiere spreizten beim Aufschlag die Beine, rutschten über den Boden.
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"Ende"
Im Wagen war es angenehm kühl. Die Hitze des Nachmittags fand draußen statt. Die Limousine erklomm kleine Kuppen, hinauf und hinab und es bereitete Stefan Renner eine Freude, wie das Auto und sein Fahrer über das Land rauschten.
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"Keine Zeit"
Meine Liebe, soll ich dir erzählen, wie es dazu kam, dass ich doch noch neben dir liegen kann? Deine Nähe, deine Wärme spüren, deinen Duft riechen, wie eine Erinnerung an den Frühling, den Sommer vor uns, nicht an den Herbst und den Winter denkend? Wie es dazu kam, dass wir nicht Stunden unserer Zeit verloren haben, uns nahe sein können, nach so langer Zeit der Entfernung, der schmerzhaften Trennung, der großen Distanz zwischen uns? Interessiert es dich, dass wir Zeit gewonnen haben?
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rainer@schreibschon.de